Kontakt-Formular Inhaltsverzeichnis Druckansicht

Startseite > Archiv > Rückblick 2017/2018 > Es war einmal

                                                                

In den letzten Wochen drehte sich im Deutsch- und Kunstunterricht der vierten Klassen alles um das Thema "Märchen". Dabei sind Szenen bekannter Märchen in Schuhkartons umgesetzt worden, aber auch ganz eigene Märchen entstanden.

                       

Der tapfere König

Es waren einmal ein König namens Eduart und seine schöne Frau Gerlinde.
Gerlinde hatte Geburtstag. König Eduart schenkte ihr schönen, goldenen Schmuck.
Die Königin sagte glücklich: „Oh, wie schön, das habe ich mir schon immer gewünscht!“
Sie bemerkten aber nicht, dass eine böse, gierige Hexe durch das Fenster schaute.
Die Hexe dachte sich: „Aha, goldener Schmuck, den möchte ich ihr noch heute Nacht stehlen!“
Abends legte die Königin sich erschöpft zur Ruhe. In der Nacht schlief sie tief und fest, aber die Hexe kam, um den goldenen Schmuck zu holen. Sie zauberte sich in das Schloss hinein, dann klaute sie den  Goldschmuck und flog auf ihrem Besen in den Wald zurück.
Am Morgen kam dann der größte Schock im Leben der Königin. Der Goldschmuck war gestohlen worden.
Besorgt lief sie zu ihrem Mann und sprach zu ihm: „Oh Eduart, mein Goldschmuck wurde gestohlen!“
Darauf antwortete er: „Das darf doch nicht wahr sein, ich werde mich sofort mit meinem treuen Pferd Flöckchen auf den Weg machen und alles dafür tun, dass du den Goldschmuck zurückbekommst!“
Daraufhin ritt der König Eduart los. Schließlich kam er in den dunklen Wald. Dort sah er eine kleine alte Hütte. Er stieg von seinem Pferd ab und klopfte an.
Eine alte Hexe machte die Tür auf und sagte mir ihrer alten Krächzstimme: „Was suchst Du hier im Walde?“
Der König antwortete: „Der Goldschmuck meiner Frau wurde heute Nacht gestohlen.“
Die Hexe meinte: „Wenn du drei Aufgaben erfüllt hast, so sollst du den Schmuck wiederhaben!“
Der König sprach: „Ich tue alles, was du von mir verlangst dafür!“
Die Hexe sagte: „Zuerst musst du losreiten und einen magischen Pilz finden!“
Der König verstand und ritt los. Nach ein paar Stunden fand er endlich einen magischen Pilz und ritt froh zur Hexe zurück.
Die Hexe war erstaunt und sagte: „Das hast du gut gemacht, ich glaube aber nicht, dass du es schaffen wirst, die anderen zwei Aufgaben zu erfüllen!“ „Nun muss ich dir“, erklärte die Hexe „die zweite Aufgabe stellen und das ist, dass du ein Einhorn einfangen musst. Es gibt sehr wenige Einhörner hier im Wald, deswegen wird diese Aufgabe sehr schwierig!“
Der König machte sich diesmal zu Fuß auf den Weg. Nach vielen Stunden sah er ein Einhorn, das sehr aggressiv war und das Einhorn sah den König und rannte ihm gleich hinterher. Der König war aber sehr schlau und versteckte sich hinter einem Baum, das Einhorn rannte gegen den Baum und steckte fest. Voller Freude rannte der König zurück zur Hexe.
Die Hexe sagte nun: „Jetzt musst du den riesigen Drachen töten!“

Er sagte: „Auch das werde ich schaffen!“
Der König ritt los zur Höhle des Drachen. Dort angekommen sah er, dass der Drache schlief. Das war dann nur noch ein Kinderspiel für den tapferen König. Er zog sein Schwert, stach dem Drachen einmal in sein Herz und der Drache verblutete elendig.
Voller Freude ritt der König zurück zur Hexe.
Als er ihr das erzählte, schrie die Hexe: „ Nein, mein ist nun dein, drum springe ich ihn den qualmenden Schornstein hinein!“
Die Hexe sprang also in den qualmenden Schornstein und der König nahm sich den Goldschmuck und kehrte heim.

Er gab seiner Frau den goldenen Schmuck und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute. (Ariana)

      

Die drei Riesen

Es war einmal ein König, der hatte ein Königreich. Aber in dem Königreich hauste ein schrecklicher Riese, der ganz viel Unordnung stiftete.
Viele Prinzen hatten versucht, ihn zu besiegen. Aber alle waren gescheitert.

Eines Tages rief der König seinen jüngsten Sohn. Er sagte: „Wenn du es schaffst, den Riesen zu besiegen, dann kriegst du die Prinzessin aus dem Nachbarreich zur Frau!“

Der Prinz machte sich auf in den Wald. Als er aber abends immer noch nichts gefunden hatte, wollte er gerade aufgeben, da hörte er ein Geräusch. Es war ein dumpfes Stampfen.
„Was kann das sein?“, dachte er.
Er ging mit seiner Laterne durch den Wald.
Plötzlich sah er den Riesen. Der war sehr groß und hatte breite Zähne. Als der Riese ihn sag, fingen seine Augen an zu glitzern.
Der Riese riss sein Maul auf und brüllte. Der Prinz nahm sein Schwert und holte zum Schlag aus, da fing der Riese plötzlich an zu weinen. Er schluchzte: „Ich mache das doch gar nicht absichtlich. Die anderen beiden zwingen mich dazu.“‘
„Welche anderen beiden?“, fragte der Prinz
Der Riese antwortete: „Die anderen beiden Riesen. Wenn ich es nicht tue, dann verraten sie mich!“
Der Prinz war verwundert. „Und wenn ich mit ihnen rede?“, fragte er.
„Du bist doch viel zu klein.“, stellte er fest. Der Prinz sagte: „Wir können doch zu zweit hingehen.“

Der Riese überlegte kurz, aber dann willige er ein. Sie gingen zu den anderen beiden Riesen.
Die wunderten sich, was der kleine Prinz hier wollte. Nachdem sie miteinander geredet hatten, sagte der eine Riese: „Wir hören auf damit, wenn ihr drei Prüfungen besteht. Die erste wird sein, dass eine Prinzessin gefangen ist und von einem Drachen bewacht wird. Ihr sollt die Prinzessin befreien.“

Der Riese dachte einen Moment nach, aber dann folgte er dem Prinzen in Richtung Prinzessin. Als sie an einem Turm angekommen waren, sahen sie den Drachen. Er war furchteinflößend und seine Haut war schuppig. Vorsichtig gingen sie dem Drachen entgegen. Der sah sie und sprang zum Angriff, aber der Prinz und der Riese wichen aus.

Nach einiger Zeit gingen sie zu einem Baum und lehnten sich an. Plötzlich gab der Baum nach und eine Flöte fiel hinaus.
Der Prinz sprang auf. „Davon habe ich gehört. Wenn man auf dieser Flöte spielt, schläft jeder Drache ein!“, sagte er.

Sie gingen zum Drachen. Der Riese spielte auf der Flöte und der Drache schlief ein.
Der Prinz holte die Prinzessin und sie gingen zu den beiden anderen Riesen.
„Die zweite Prüfung ist, einen Schatz zu finden und ihr wisst nicht, wo er ist!“, sagte der andere Riese.
Sie machten sich wieder auf den Weg. Die beiden gruben alles um, doch sie fanden nichts.
Plötzlich stand da ein kleines Männlein. „Wenn ihr den Schatz sucht, müsst ihr ein Passwort erraten.“, sagte es.
Sie sagten zwölf Wörter, doch keines war richtig.
Der Riese wollte gerade das dreizehnte Wort sagen, da fiel ein Ei aus einem Nest. „Natürlich! Das Ei!“, schoss es ihm durch den Kopf.
Er sagte es und das Männlein verriet ihnen die Stelle. Sie gruben den Schatz aus und zeigten es den Riesen.

„Die dritte Prüfung ist, dass ihr einen Kranken heilen müsst mit einer Pflanze.“
Sie machten auf den Weg die Pflanze zu suchen. Sie wuchs anscheinend im Zauberwald. Abends hatten sie immer noch nichts gefunden, aber plötzlich sahen sie die Pflanze. Ein Fuchs hatte sie im Mund. Er verschwand in seinem Bau. Der Riese hob die Decke vom Bau hoch und nahm die Pflanze auf. Sie heilten den Kranken damit und gingen zu den Riesen.
Die hielten ihr Versprechen und hörten auf.

Sie gingen zum König. Nachdem man alles erzählt hatte und der König überzeugt war, dass nun Frieden herrsche, wohnten die drei Riesen nah am Schloss und der Prinz kriegte die Prinzessin zur Frau.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. (Erik)

 

Das Königsblatt

Es lebte vor vielen, vielen Jahren eine böse Hexe im tiefen Wald.
Sie hatte einmal den jungen König bestohlen und das goldene Blatt von der Krone gerissen.
Daraufhin fiel das ganze Land in einen tiefen Schlaf und nur ein Mädchen mit reinem Herzen konnte den Bann brechen.

Das Blatt trug die Hexe wie einen Schatz immer bei sich, doch eines Tages verlor sie es beim Kräutersammeln.
Dadurch hatte sie ihre Zauberkräfte nicht mehr.
Die Hexe suchte und suchte und wurde immer älter, bis sie eines Tages starb.

Einige Zeit später spazierte ein armes, junges Mädchen durch den Wald. Sie traf einen Jungen, der nichts zu essen hatte.
Er fragte: „Hast du etwas zu essen für mich?“
Sie gab ihr letztes Stück Brot ab.
Später traf sie eine alte Dame, die hatte keine Schuhe. Die Dame fragte: „Hast Du Schuhe für mich? Meine Füße tun weh.“
Dann gab sie ihre Schuhe ab.
Nun lief sie weiter durch den Wald und sah ein Reh zwischen zwei Bäumen stecken und sie half dem Reh heraus.
Als sie dem Reh herausgeholfen hatte, sah sie ein goldenes Blatt.
Das Mädchen sagte: „Das ist ja ein schönes besonderes Zauberblatt! Was kann das Blatt denn? Vielleicht hat es besondere Zauberkräfte.“
Sie schleuderte das Blatt hin und her, aber es passierte nichts. Aber irgendetwas muss doch daran besonders sein, nur was?
Das arme, junge Mädchen sagte: „Suche ein Schloss mit einer goldenen Tür und die goldene Tür soll sich selbst öffnen.“

Das Blatt zeigte ihr den Weg zu einem Schloss mit goldener Tür und die ging sogar von selbst auf. Sie ging langsam hinein und sah alle Schlossbewohner schlafen. Auch der König schlief.
Das Mädchen sah in der Krone des Königs ein Loch und versuchte das Blatt reinzusetzen, aber es klappte erst beim dritten Mal.

Alle Schlossbewohner wurden wach, auch der König. Als alle wach waren, sah der König das Mädchen und verliebte sich in sofort in sie und sie feierten eine Hochzeit und das arme Mädchen wurde Königin und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. (Tabea)

               

Das Mädchen mit den Nadeln

 

Es war einmal ein Mädchen, das lebte mit seinem Vater in einer einsamen Hütte im Wald. Der Vater und das Mädchen hatten nicht genug Geld, um sich Nahrung und Kleidung zu kaufen. So trugen sie nur alte Lumpen und ernährten sich von dem, was der Wald ihnen anbot.
Wie jeden Morgen ging das Mädchen in den Wald, um essbare Pilze und Waldfrüchte zu sammeln. Es suchte und suchte, doch es fand einfach nichts Essbares.
Winter wurde es bald und das Mädchen begann zu frieren.
Das Mädchen hatte noch nicht genug gefunden, um am Abend satt zu werden, deswegen ging es immer tiefer in den Wald hinein.
Plötzlich querte eine alte Hexe ihren Weg. Diese kannte ihren Kummer schon und rief: „Mein Mädchen, nimm diese Nadeln! Wenn Du sagst: „Nadeln strickt!“, dann stricken sie dir das Kleidungsstück, was du dir gerade vor Augen führst. Wenn Du sagst: „Nadeln stopp!“, dann hören sie auf zu stricken!“
Das Mädchen bedankte sich und ging froh und munter nach Hause.
Auf dem Weg fand es noch viele essbare Pilze und Waldfrüchte.

Zuhause angekommen, erzählte sie alles ihrem Vater.
Am nächsten Morgen ging das Mädchen wieder in den Wald, um Nahrung zu sammeln.
Unterdessen versuchte der Vater die Nadeln zum Stricken zu bringen.
Er rief: „Nadeln strickt!“, doch es tat sich nichts.
Der Vater versuchte es noch einmal, doch es tat sich immer noch nichts. Er wurde immer wütender.
Der Vater wollte die Nadeln gerade zerbrechen, da klopfte es sanft an der Tür. Das Mädchen war heimgekommen. Es schrie entsetzt: „Vater, was tust du da?“
Der Vater antwortete: „Die Nadeln zerbrechen!“
„Wieso tust du denn das?“, fragte das Mädchen.
„Sie hören einfach nicht auf mein Kommando!“, erwiderte der Vater laut.
„Hast du dir denn auch ein Kleidungsstück vor Augen geführt?“, fragte das Mädchen. „Lass mich es einmal versuchen.“
Das Mädchen rief: „Nadeln strickt!“, und führte sich ein Kleid vor Augen.
Die Nadeln begannen sofort mit der Arbeit und strickten ein wunderschönes Kleid. Der zuguckende Vater staunte und fragte: „Darf ich es noch einmal versuchen?“
Das Mädchen gab ihm die Nadeln in die Hand. Er nahm die Nadeln an, führte sich einen Pullover vor Augen und befahl: „Nadeln strickt!“ Die Nadeln hörten auch dieses Mal und der Vater bekam einen warmen Pullover.

Von nun an lebten sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage, denn nun konnten die Winter kommen und sie hatten immer warme Kleidung an. (Louis)

 

Der Knabe

Es war einmal ein armer Tischler, der lebte mit seinem Sohne, doch das Essen war sehr knapp, also wuchs der Knabe in Armut auf.
Als der Knabe fand, dass er alte genug war, um die weite Welt zu erkunden, sprach er zum Vater: „Ich will die weite Welt erkunden.“
Der Vater willigte ein. Er sagte: „Aber nimm diese drei Steine mit. Sie werden dir Glück bringen und nimm eben noch Wasser mit.“
Als der Knabe am Brunnen vorbeikam, beugte er sich über den Brunnen, um Wasser zu schöpfen.
Auf einmal fiel er hinein, er fiel und fiel eine Ewigkeit.
Endlich angekommen, landete er auf einem harten Boden. Wieder zu sich gekommen, schaute er sich um. „Wo bin ich hier?“, murmelte er. Er folgte einem kleinen Pfad, der in eine finstere Höhle führte.
Er ging hinein. Was sahen seine Augen da? Dort war ein Honigsee. Doch was war das?
Mit einem „Zawusch“ tauchte eine böse Zauberin auf. Sie sprach mit kratziger Stimme: „So leicht betritt hier niemand mein Königreich. Du musst drei Aufgaben erfüllen, um nach Hause zu kommen. Sie lauten: Du musst von den Sternen Staub holen und danach musst du den tränenförmigen Regenbogendiamanten holen. Danach musst du die Zauberflöte von den Harmoniebergen holen. Anschließend musst du den Regenbogendiamanten in die Erde stecken, mit dem Sternenstaub bestreuen und das Lied der Harmonieberge auf der Flöte spielen. Wenn du mit einer Aufgabe fertig bist, so rufe: Risch-rosch-rasch“, und sofort wirst du bei der nächsten Aufgabe sein.“

Der Knabe setzte sich erstmal auf den Stein und grübelte. Als es dunkel wurde, hüpfte ein Stein in seiner Tasche auf und ab. Er holte ihn raus und der Stein zog ihn mit in die Lüfte bis zu den Sternen. Dort angekommen, kratzte er den Sternenstaub ab und er rieselte in seine Tasche.
Sofort rief er: „Risch-rosch-rasch!“, und er landete in einer Tropfsteinhöhle.
In einem Fels stand ein ungelöstes Rätsel. Es lautete: „Wenn es regnet und die Sonne scheint, so erscheint uns ein Wunder vor Augen.“
Plötzlich wurde etwas in seiner Tasche ganz warm. Er nahm einen Stein und der Stein leuchtete in allen Regenbogenfarben. Er murmelte: „Regenbogen?“
Und sogleich fiel ihm der Regenbogendiamant in die Hand. Er rief wieder: „Risch-rosch-rasch!“, und sofort landete er in den Harmoniebergen.
Er erblickte sofort die Zauberflöte und griff nach ihr. Doch sie saß fest. Er nahm einen Stein aus seiner Tasche und strich darüber. Plötzlich ertönte eine wunderschöne Melodie und die Zauberflöte flog direkt in seine Hand. Er rief wieder: „Risch-rosch-rasch!“,  und er landete wieder in der Höhle.
Sofort tat er wie ihm befohlen war.
Jetzt auf einmal wurde alles so hell und überall waren Elfen, die ihm erzählten, dass er sie befreit habe, weil die böse Zauberin sie verzaubert hatte. Er wurde reich beschenkt.
Er kehrte zurück nach Hause und sie feierten ein großes Fest.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. (Kathi)